Kinofilm: "Hampstead Park"

Endlich wieder Diane Keaton!

Emily lebt in einer ..nun ja, klassischen... Gegend Londons und ist in ihrer Hausgemeinschaft die etwas besondere Amerikanerin, die gerne bevormundet wird und sich ihrer wohlmeinenden Nachbarschaft um des lieben Friedens willen auch fügt.

Sie sitzt auf einem Haufen Schulden von ihrem Mann und versucht, das Beste daraus zu machen. Aber es wird enger.

 

Gegenüber ihrem Wohnhaus ist ein verwilderter Park. Zufällig bekommt sie mit, wie ein Obdachloser dort von einer Gruppe Jugendlicher überfallen wird und sie ruft die Polizei.

Interessehalber sieht sie nach dem Obdachlosen. Und findet Gefallen an ihm. Was so gar nicht in ihr bisheriges Leben passt und in die Vorstellung, die ihre schicken Freundinnnen von ihr haben. 

 

Sie freundet sich mit Donald an und lernt ganz neue Seiten des Lebens kennen.  Leben mit einfachen MItteln. Angeln im Park mitten in der Stadt, ein Picknick am Friedhof - was kann man nicht alles unternehmen.

 

Donald fasziniert Emily und als sie mitbekommt, dass er aus der von ihm seit 17 Jahren bewohnten Hütte im Park vertrieben werden soll, weil schicke Appartmenthäuser gebaut werden sollen, beginnt sie zu kämpfen. Für ihn.

Erst wehrt sich Donald, er will kein Mitleid. Als sie aber vor ihren versammelten, echt irritierten und schockierten Freunden für ihn eintritt, ist er überzeugt und nimmt ihre Fürsorge auch an.

 

Obwohl aus völlig verschiedenen Existenzen kommen sich die beiden näher und verlieben sich.
Es kommt zur Gerichtsverhandlung und es geht gut aus. Jetzt könnte sich alles zum Guten wenden, der gemeinsamen Zukunft steht nichts mehr im Wege. Leider kann Donald keine Veränderung zulassen und die beiden finden keinen Kompromiss, ihren Weg gemeinsam zu gehen.

 

Warum ist das so oft im Leben so, es sieht doch oft so einfach und gut aus. Und doch ist manches nicht möglich.

Auch im Leben muss man oft erkennen, wann der Kampf verloren ist. So geht es auch Emily. Sie muß ihre Wohnung verkaufen und fängt ein neues Leben an. Obwohl ihre Wohnung ihr wichtig war, muss sie alles hinter sich lassen und startet neu durch.  Und sie wirkt befreit. In ihrem Häuschen am Wasser am Land, sie wirkt glücklich.

 

Und dann, am Fluß neben dem Haus, schippert ein Floß vorbei. Mit einer Hütte darauf, die aussieht wie in einem Park in London.

Und. Alles. Wird. Gut.

 

 

 

 

 

Erkenntnis des Films: wie kann ich zu romantische Vorstellungen von der Liebe haben, wenn ich im Kino gezeigt bekomme, was alles mglich ist.



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