Kinofilm: "Madame"

Endlich wieder ein französischer Film!

Als Dienstmädchen - oder nennen wir sie mal Angestellte - bei dieser Chefin hat man es wirklich nicht leicht.  

 

Toni Collette ist Anne, eine reiche Amerikanerin, die mit ihrem älteren Ehemann Bob (klasse, egal in welchem Alter: Harvey Keitel) ein Luxusleben in Paris führt und viel Wert darauf legt, von der französischen High Society anerkannt und geliebt zu werden. Maria ist das spanische Dienstmädchen und ihrer Chefin gegenüber sehr geduldig.

 

Kurz vor einem großen Abendessen kreuzt unerwarteterweise Bob's Sohn auf, die Anzahl der Gäste erhöht sich somit auf 13 - was überhaupt nicht geht, weil es laut der verzweifelten Anne Unglück biringt. Eine schnelle Lösung muß her und die Lösung heisst Maria. Obwohl diese sich weigert, wird Maria als zusätzlicher Gast am Tisch plaziert und bekommt die Anweisung nicht zu sprechen und keinen Alkohol zu trinken.

 

Ungut für Anne ist, dass sich Maria glänzend mit ihrem Tischnachbarn David versteht. Er legt Wert auf ihre Meinung und fordert sie auf, mehr Wein zu trinken und sich zu entspannen. Er amüsiert sich, als Maria den ganzen Tisch mit Witzen unterhält. Anne amüsiert sich nicht.  Wenn es nach ihr geht, ist nach dem Abendessen alles wie vorher und es wird nicht über den in ihren Augen peinlichen Abend gesprochen.

 

Sie hat jedoch nicht mit David gerechnet, der sich in Maria verliebt hat und sie um jeden Preis wieder sehen möchte. Maria möchte das auch, sie kann sich jedoch Anne zuliebe nicht als Dienstmädchen outen und spielt ihre Rolle als schüchterne Adelige weiter. 

 

Ich als Zuschauer fühle so richtig mit Maria: sie will David um jeden Preis treffen, ist verliebt, genießt ihre Dates mit ihm - aber sie kann ihm nicht die Wahrheit sagen. 

 

Als Anne hinter die sich anbahnende Beziehung, kommt macht sie den beiden einen Strich durch die Rechnung und erzählt ihm die Wahrheit.

Sie lädt David zu sich zum Tee ein und lässt Maria servieren.  Die Szene ist selbst für den Zuschauer furchtbar.

Maria kündigt und verlässt das Haus. Gestärkt, selbstbewusst und vor allem: frei.

 

Wie es mit David und Maria weitergeht kommt bei dem offenen Ende des Films aber leider nicht wirklich raus. Was mich nervt. Ich will klare Fakten, ich will wissen wie die Geschichte ausgeht. Ich hasse open ends.

 

 

Erkenntnis des Films: ich will ein Happy End. Oder auf jeden Fall wissen, was los ist.