Kinofilm: "Die Verlegerin"

Boah, haben die gekämpft für ihre Überzeugung!

 In den 70er Jahren als Chefin eines Verlages hatte man es sicher nicht leicht.  Kay Graham (Meryl Streep) erbt den Chefposten von ihrem Mann und ist eigentlich wenig begeistert und vor wichtigen Versammlungen in der Männerwelt auch ganz schön aufgeregt.

 

 

Die Washington Post will an die Börse und sie muss die Investoren überzeugen. Natürlich alles Männer. Kritische Männer. 

 

 

Ihr Chefredakteur Ben Bradley (Tom Hanks) lebt für das Zeitungsgeschäft und kommt einer heißen Sache auf die Spur: ihm werden geheime Papiere mit Informationen zum Vietnamkrieg zugespielt. Das Wissen von vier amerikanischen Präsidenten und ihre Verschwörungen teilweise noch vor Kriegsbeginn.

 

Ein Teil dieser Informationen wurden bereits in der New York Post veröffentlicht, woraufhin die Zeitung von der US-Regierung verklagt wurde.

 

 

Die Verlegerin Kay steht nun vor der schweren Entscheidung: druckt sie die Informationen oder nicht? Schadet sie ihrem Verlag? Was passiert mit den Mitarbeitern? Ruiniert sie ihre Karriere? Belastet sie ihre Beziehungen zu Politikern?

 

 

Die Redakteure um Ben arbeiten fieberhaft an den Reportagen und sind fest davon überzeugt, dass eine Zeitung sich nicht der Regierung beugen darf. Wahrheitsfindung und Pressefreiheit sind Pflicht!

 

 

Ich als Zuschauer kann mich richtig in Kay einfühlen – wie soll sie sich entscheiden? Und sie ist diejenige, die es entscheiden muss. Wahrheit oder Sicherheit?

 

Schließlich beschliesst Kay die Veröffentlichung – die Washington Post druckt die sogenannten Pentagon Papers und verrät damit die Regierung der USA.

 

 

Ein ebenso genialer wie ungewöhnlicher Schachzug folgt der Wahrheit: die Washington Post verklagt die Regierung. Jetzt geht es nicht mehr nur um Krieg und geheime Informationen, sondern um Pressefreiheit und Journalismus!Die Presse gewinnt und Kay hat die richtige Entscheidung getroffen.

 

 

 

Ein großer Film über beeindruckende Persönlichkeiten und für mich als gelernte Verlagskauffrau ein bereichernder Ausflug ins Druckwesen: ich vermisse Zeitungsbahnen in Druckmaschinen und die Hektik vor Druckschluß. Internet ist auch hübsch, aber anders.

 

 

 

Erkenntnis des Films: wir müssen mehr kämpfen – im friedlichen Sinne!



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