Carpe diem wegen Freddie.
 

In der heutigen Zeit ist es schick, nach dem Motto „Carpe diem“ zu leben. Pflücke den Tag.

Seit einem bedeutenden Kinofilm wieder modern, richten sich viele Menschen nach diesem Leitsatz.

Oder versuchen wenigstens, sich danach zu richten. Oder reden darüber, dass sie so leben.


Ich bemühe mich auch. Auch ich finde es schick, als Lebensmotto „carpe diem“ angeben zu können. Aber lebe ich tatsächlich danach? Habe ich diesen Leitsatz, diese Lebenseinstellung tatsächlich verinnerlicht? Kann ich am Ende jeden Tages bestätigen, den Tag auch tatsächlich genutzt zu haben?


Oft, wenn ich unentschlossen bin oder zu bequem, frage ich mich: „Stell dir vor, heut wäre der letzte Tag deines Lebens. Was würdest du tun: auf dem Sofa sitzen bleiben oder spazieren gehen und das Wetter nutzen?“
Leider hilft das nicht immer. Eigentlich lebe ich oft nicht nach meinem selbstgewählten Lebensmotto. Der Sinn dieser Weisheit wird einem erst bewusst, wenn man Sachen verpasst hat, die wirklich nie mehr eintreten. Für mich ist das ein Konzert von Queen. Das hätte ich zu gerne erlebt. Ein großer Traum. Leider ist das nicht mehr möglich. Freddie Mercury ist tot. Unwiederbringlich. 

Oder das Projekt von Christo im Central Park "The Gates". Ein temporäres Projekt. Entweder du warst dort oder du hast verloren. Nicht wiederholbar. 


Seit ich mir das vor Augen halte und öfter mal an Freddie oder Christo, klappt es besser mit dem Einhalten meines Mottos. 

Aber: da geht noch was.